Beleuchtung · Lichttechnik · Veranstaltungsplanung · Outdoor · Atmosphäre
Bei der Beleuchtung einer Veranstaltung geht es nicht nur um die Frage, welche Lampen eingesetzt werden.
Viel wichtiger ist zunächst:
Welche Aufgabe soll das Licht in welchem Bereich erfüllen?
Denn eine Tanzfläche benötigt anderes Licht als ein Dinnerbereich. Ein beleuchteter Baum schafft Atmosphäre, hilft aber nicht automatisch dabei, einen dunklen Weg sicher und angenehm nutzbar zu machen.
In der Veranstaltungsplanung lassen sich deshalb mehrere Lichtaufgaben unterscheiden.
Besonders wichtig sind:
Grundlicht
Effektlicht
Funktionslicht
Wer diese Bereiche getrennt betrachtet, kann Beleuchtung deutlich gezielter und sinnvoller planen.
Nicht jede Leuchte erfüllt dieselbe Aufgabe.
Grundlicht sorgt für eine grundlegende Helligkeit und Orientierung.
Effektlicht schafft Atmosphäre, Dynamik und visuelle Wirkung.
Funktionslicht beleuchtet gezielt Wege, Arbeitsbereiche oder andere notwendige Flächen.
Eine Veranstaltung kann sehr stimmungsvoll aussehen und trotzdem funktional schlecht beleuchtet sein.
Gute Lichtplanung verbindet Atmosphäre und Nutzbarkeit.
Was Grundlicht bedeutet
Was Effektlicht bedeutet
Was Funktionslicht bedeutet
warum diese Bereiche nicht verwechselt werden sollten
Licht für Dinner, Tanzfläche und Außenbereiche
Wege- und Arbeitsbeleuchtung
warum vorhandene Raumbeleuchtung oft nicht ausreicht
typische Planungsfehler
wann einfache Selbstabholung genügt
Grundlicht sorgt dafür, dass ein Veranstaltungsbereich grundsätzlich hell genug ist, um sich darin zu orientieren.
Es ist meist weder besonders dekorativ noch spektakulär.
Typische Aufgaben sind:
allgemeine Helligkeit
Orientierung
grundlegende Sichtbarkeit
Unterstützung bei Aufbau und Abbau
angenehme Nutzung eines Raums oder Zeltes
In einer Halle kann vorhandenes Deckenlicht diese Aufgabe teilweise übernehmen.
In einem Zelt oder auf einer freien Fläche muss Grundlicht dagegen häufig erst geschaffen werden.
Viele Räume sind technisch ausreichend beleuchtet, wirken aber für eine Feier oder Veranstaltung trotzdem unpassend.
Typisches Beispiel:
Eine Halle verfügt über sehr helle Deckenleuchten.
Damit kann problemlos gearbeitet werden.
Für ein Dinner oder eine Abendveranstaltung wirkt diese Beleuchtung jedoch möglicherweise:
zu kalt
zu hell
zu gleichmäßig
atmosphärisch unpassend
Deshalb kann vorhandenes Grundlicht während Aufbau und Service sinnvoll sein, während für die eigentliche Veranstaltung eine andere Lichtstimmung benötigt wird.
Effektlicht dient in erster Linie der Atmosphäre und visuellen Gestaltung.
Typische Anwendungen sind:
Tanzflächen
Bühnen
Wände
Fassaden
Bäume
Dekoration
architektonische Elemente
Dafür können beispielsweise eingesetzt werden:
farbige LED-Leuchten
Movinglights
Spots
dynamische Effekte
Akzentbeleuchtung
Effektlicht soll also nicht unbedingt einen Raum möglichst hell machen.
Es soll gezielt Wirkung erzeugen.
Mehrere Bäume werden farbig angestrahlt.
Der Garten bekommt dadurch sofort eine deutlich stärkere Atmosphäre.
Für Gäste entsteht optisch ein klarer Veranstaltungsbereich.
Trotzdem kann der Weg zum Sanitärbereich daneben weiterhin dunkel sein.
Genau hier zeigt sich der Unterschied:
Die Bäume haben Effektlicht. Der Weg benötigt Funktionslicht.
Funktionslicht erfüllt eine konkrete praktische Aufgabe.
Es sorgt dort für ausreichende Sicht, wo Menschen:
laufen
arbeiten
aufbauen
bedienen
transportieren
Orientierung benötigen
Typische Bereiche sind:
Wege
Zugänge
Stufen
Catering
Bar
Technikplätze
Parkbereiche
Ladewege
Sanitärwege
Arbeitsflächen
Funktionslicht muss nicht auffällig sein.
Im Gegenteil: Häufig ist es am besten, wenn es seinen Zweck erfüllt, ohne die gewünschte Veranstaltungsatmosphäre zu stören.
Weil eine Veranstaltung bei der Planung oft zunächst aus Sicht der Gäste betrachtet wird.
Die Frage lautet:
„Wie soll es aussehen?“
Dabei wird beispielsweise geplant:
Zelt farbig beleuchten
Bäume anstrahlen
Tanzfläche gestalten
Fassade beleuchten
Weniger früh wird gefragt:
Wie kommt der Gast nachts zum Parkplatz?
Kann das Catering seine Arbeitsfläche sehen?
Ist der Übergang vom Zelt zur Wiese beleuchtet?
Wie wird nachts abgebaut?
Deshalb sollte Lichtplanung immer beide Perspektiven berücksichtigen:
Atmosphäre und Funktion.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr.
Zu diesem Zeitpunkt ist Tageslicht vorhanden.
Geplant werden:
Ambientebeleuchtung im Zelt
farbig beleuchtete Bäume
Tanzflächenlicht
Am Nachmittag wirkt die Planung vollständig.
Um 23 Uhr ergibt sich ein anderes Bild.
Nun benötigen Gäste zusätzlich Licht:
vom Zelt zum Haus
zu den Toiletten
zum Parkplatz
im Barbereich
an kleinen Höhenunterschieden
Diese Anforderungen waren tagsüber schlicht weniger sichtbar.
Eine einfache, aber wichtige Planungsfrage lautet:
„Wie sieht dieser Veranstaltungsort aus, wenn es vollständig dunkel ist?“
Das betrifft besonders:
Gärten
Wiesen
Höfe
Zelte
Scheunen
Außenflächen
Bei einer Location kann vorhandene Beleuchtung viele dieser Aufgaben bereits übernehmen.
Bei temporären Veranstaltungsorten muss sie häufig erst geschaffen werden.
Ein Dinnerbereich benötigt meist eine andere Lichtstimmung als eine Tanzfläche.
Typische Ziele sind:
angenehme Helligkeit
gute Sicht auf Speisen und Tische
entspannte Atmosphäre
ausreichend Orientierung
Zu dunkles Licht kann dabei genauso problematisch sein wie zu helles Licht.
Die Gäste sollen sich wohlfühlen, aber gleichzeitig:
Essen erkennen
Gesichter sehen
sicher zwischen Tischen laufen können
Deshalb ist gute Dinnerbeleuchtung meist ein Zusammenspiel aus funktionaler Grundhelligkeit und atmosphärischen Akzenten.
Auf einer Tanzfläche darf Licht deutlich dynamischer sein.
Hier können eingesetzt werden:
bewegtes Licht
Farbwechsel
Effekte
stärkere Kontraste
Die Lichtwirkung darf sich also bewusst von anderen Veranstaltungsbereichen unterscheiden.
Ein häufiger Fehler ist jedoch, Tanzflächenlicht auf die gesamte Veranstaltung zu übertragen.
Was auf der Tanzfläche spannend wirkt, kann beim Dinner oder im Lounge-Bereich störend sein.
Auch Reden oder Programmpunkte können einen eigenen Lichtbedarf haben.
Eine Person vor 150 Gästen sollte nicht nur akustisch, sondern auch optisch gut wahrnehmbar sein.
Dafür kann beispielsweise eine gezielte Ausleuchtung des Rednerbereichs sinnvoll sein.
Das ist weder klassisches Grundlicht noch reines Effektlicht.
Es handelt sich um eine gezielte Beleuchtung einer konkreten Funktion.
Ein Cateringbereich wird häufig möglichst unauffällig platziert.
Trotzdem benötigt das Personal ausreichend Licht zum Arbeiten.
Dazu gehören beispielsweise:
Speisenausgabe
Vorbereitung
Getränke
Spülbereich
Arbeitsflächen
Zu wenig Licht kann die Arbeit unnötig erschweren.
Zu auffälliges oder grelles Licht kann wiederum die Veranstaltungsatmosphäre beeinträchtigen.
Hier zeigt sich erneut:
Funktionslicht sollte gezielt und passend eingesetzt werden.
Auch bei Wegen geht es nicht darum, möglichst große Leuchten mit maximaler Helligkeit einzusetzen.
Zu berücksichtigen sind beispielsweise:
Blendung
Lichtverteilung
angrenzende Veranstaltungsbereiche
Höhe der Leuchte
gewünschte Atmosphäre
Länge des Weges
Ein stark blendender Strahler kann weniger angenehm sein als mehrere sinnvoll verteilte kleinere Lichtquellen.
Auf großen Grundstücken kann Licht außerdem helfen, Bereiche optisch zu definieren.
Zum Beispiel:
Eingangsbereich
Gästebereich
Lounge
Catering
Tanzfläche
Wege
Damit übernimmt Beleuchtung nicht nur eine technische, sondern auch eine gestalterische Orientierungsfunktion.
Die Party findet in einer Scheune statt.
Draußen befindet sich eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten.
Ohne zusätzliche Beleuchtung wirkt der Außenbereich nach Einbruch der Dunkelheit schnell wie ein ungenutzter Nebenbereich.
Mit wenigen gezielten Lichtpunkten können dagegen:
Wege sichtbar werden
Sitzbereiche attraktiver wirken
Übergänge klarer erkennbar sein
Die Veranstaltung fühlt sich dadurch räumlich zusammenhängender an.
Auch die Lichtfarbe beeinflusst die Wirkung.
Warm wirkendes Licht wird häufig als gemütlicher wahrgenommen.
Kühleres Licht kann dagegen sachlicher oder technischer wirken.
Bei Effektbeleuchtung können gezielt Farben eingesetzt werden.
Wichtig ist jedoch:
Eine schöne Farbe ersetzt keine ausreichende Helligkeit dort, wo tatsächlich gearbeitet oder gegangen werden muss.
Nein.
Gerade bei hochwertigen Veranstaltungen kann zu viel farbiges Licht schnell unruhig wirken.
Häufig entsteht ein stärkeres Ergebnis durch eine Kombination aus:
neutralem oder warmem Grundlicht
gezielten farbigen Akzenten
klar definiertem Tanzflächenlicht
unauffälligem Funktionslicht
Mehr Effekttechnik bedeutet nicht automatisch bessere Lichtgestaltung.
Auch Fotos und Videos können durch die Lichtplanung beeinflusst werden.
Sehr dunkle Bereiche oder stark wechselnde Farben können für Fotografen schwieriger sein.
Das bedeutet nicht, dass Veranstaltungstechnik ausschließlich für die Kamera geplant werden sollte.
Bei wichtigen Programmpunkten kann es aber sinnvoll sein, Fotografie und Video zumindest mitzudenken.
Auch moderne LED-Technik benötigt elektrische Versorgung.
Bei mehreren Bereichen entstehen deshalb:
Leitungswege
Verteiler
Stromanschlüsse
mögliche Outdoor-Verbindungen
Lichtplanung sollte deshalb nicht unabhängig vom Stromkonzept erfolgen.
Besonders bei weitläufigen Außenflächen kann die Position der Leuchten erheblichen Einfluss auf die benötigte Infrastruktur haben.
→ Weiterführender Fachartikel: Wie entsteht ein Stromkonzept für eine temporäre Veranstaltung?
Bei umfangreicheren Veranstaltungen betrachten wir Beleuchtung nicht ausschließlich aus gestalterischer Sicht.
Je nach Projekt erfassen wir beispielsweise:
Veranstaltungsbereiche
Grundbeleuchtung
Effektbeleuchtung
Wege und Zugänge
Arbeitsbereiche
Catering
Tanzfläche
Bühne oder Rednerbereiche
Außenflächen
Daraus entsteht eine Lichtplanung, die Atmosphäre und Funktion miteinander verbindet.
Die detaillierten Planungsunterlagen und technischen Positionierungen sind Bestandteil unserer Projektarbeit und werden nicht als vollständige öffentliche Checkliste bereitgestellt.
Im Außenbereich müssen zusätzliche Faktoren berücksichtigt werden.
Zum Beispiel:
Wetter
Feuchtigkeit
Untergrund
Kabelwege
Befestigung
Wind
fehlende vorhandene Grundbeleuchtung
Außerdem kann sich die Wirkung von Licht stark verändern, sobald die Umgebung vollständig dunkel wird.
Eine Leuchte, die am Nachmittag kaum sichtbar wirkt, kann nachts sehr dominant sein.
Deshalb sollte Outdoor-Beleuchtung möglichst unter realistischen Bedingungen geplant werden.
Ein Punkt wird besonders häufig vergessen:
Die eigentliche Veranstaltungsbeleuchtung kann nach Veranstaltungsende abgeschaltet oder bereits abgebaut werden.
Das Personal muss aber weiterhin arbeiten.
Für einen sicheren und effizienten Rückbau kann deshalb separates Arbeitslicht erforderlich sein.
Das betrifft besonders:
Wiesen
Außenbereiche
Zelte
Ladewege
technische Arbeitsplätze
Funktionslicht endet also nicht automatisch mit dem letzten Gast.
Nur an Atmosphäre denken
Schöne Beleuchtung ersetzt keine funktionale Beleuchtung von Wegen und Arbeitsbereichen.
Nur vorhandenes Raumlicht verwenden
Hallenbeleuchtung kann funktional sein, aber atmosphärisch ungeeignet.
Alles farbig beleuchten
Zu viele Farben können unruhig und beliebig wirken.
Tanzflächenlicht für den ganzen Raum verwenden
Unterschiedliche Veranstaltungsbereiche benötigen unterschiedliche Lichtstimmungen.
Wege erst nach Einbruch der Dunkelheit bemerken
Bei Veranstaltungen, die tagsüber beginnen, wird dieser Bedarf häufig zu spät sichtbar.
Catering und Technikplätze vergessen
Auch Dienstleister benötigen geeignete Arbeitsbeleuchtung.
Licht unabhängig von Strom planen
Viele einzelne Leuchten können lange Kabelwege und zusätzliche Verteilung erfordern.
Den Abbau vergessen
Auch nach Veranstaltungsende muss ausreichend Arbeitslicht vorhanden sein.
Bei vielen kleineren Veranstaltungen.
Zum Beispiel wenn:
ein vorhandener Raum genutzt wird
Grundbeleuchtung bereits vorhanden ist
nur einige farbige Akzente gewünscht sind
Tanzflächenlicht separat durch den DJ kommt
keine großen Außenbereiche genutzt werden
Dann können einzelne Akku- oder LED-Leuchten zur Selbstabholung vollkommen ausreichend sein.
Zum Beispiel bei:
größeren Zelten
Hallen und Scheunen
weitläufigen Grundstücken
mehreren Veranstaltungsbereichen
Bühne oder Rednerbereich
umfangreicher Outdoor-Nutzung
langen Wegen
besonderen architektonischen Flächen
mehreren unterschiedlichen Lichtstimmungen
Dann sollte Beleuchtung als Teil der gesamten Veranstaltung geplant werden.
Eine Selbstabholung kann sinnvoll sein, wenn:
nur einzelne Flächen beleuchtet werden sollen
wenige Leuchten ausreichen
Aufbau und Bedienung selbst übernommen werden
Stromversorgung und Positionen klar sind
Viele LED-Leuchten und weitere Lichttechnik können direkt über unseren Mietkatalog angefragt werden.
→ Lichttechnik im Mietkatalog anfragen
Eine betreute Umsetzung wird interessanter, wenn:
mehrere Bereiche unterschiedlich beleuchtet werden
Grund-, Effekt- und Funktionslicht kombiniert werden
größere Outdoor-Flächen vorhanden sind
Bühne oder Programmpunkte ausgeleuchtet werden
umfangreiche Strom- und Kabelwege entstehen
Auf- und Abbau übernommen werden sollen
Dann betrachten wir Beleuchtung als Teil des gesamten technischen Veranstaltungskonzepts.
→ Veranstaltung gemeinsam mit uns planen
Bei einer Lichtplanung beginnen wir nicht mit:
„Wie viele Lampen brauchen wir?“
Sondern mit:
„Welche Aufgabe soll das Licht an dieser Stelle erfüllen?“
Danach unterscheiden wir beispielsweise:
Grundlicht
für allgemeine Helligkeit und Orientierung
Effektlicht
für Atmosphäre und visuelle Wirkung
Funktionslicht
für Wege, Arbeitsbereiche und konkrete Aufgaben
Aus diesen Funktionen entsteht anschließend die technische Auswahl.
Die detaillierte Lichtplanung und Positionierung ist Bestandteil unserer betreuten Projektarbeit.
Welche zusätzlichen Bedingungen bei Beleuchtung und Technik im Außenbereich berücksichtigt werden sollten.
Warum ein Zelt nicht automatisch über eine passende Grund- und Veranstaltungsbeleuchtung verfügt.
Warum vorhandene Hallenbeleuchtung für eine Veranstaltung funktional ausreichend, gestalterisch aber ungeeignet sein kann.
Wenn Grundlicht, Effektlicht, Funktionsbereiche und verschiedene Veranstaltungsflächen miteinander kombiniert werden sollen, unterstützen wir Sie bei Planung, Aufbau und technischer Umsetzung.
→ Projekt unverbindlich besprechen
Sie benötigen lediglich einzelne LED-Leuchten oder Lichttechnik zur Selbstabholung?
→ Lichttechnik im Mietkatalog anfragen
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