Wiesenveranstaltung · Outdoor · Stromversorgung · Logistik · Veranstaltungstechnik
Eine Wiese wirkt auf den ersten Blick wie eine einfache Veranstaltungsfläche: viel Platz, keine störenden Wände und große Freiheit bei der Gestaltung.
Technisch ist genau das aber häufig die Herausforderung.
Denn anders als in einer Eventlocation fehlen auf einer freien Fläche oft feste Stromanschlüsse, Beleuchtung, befestigte Wege, definierte Zufahrten, wettergeschützte Arbeitsbereiche oder vorhandene technische Infrastruktur.
Deshalb sollte eine Feier auf einer Wiese nicht wie eine normale Veranstaltung in einem vorhandenen Gebäude geplant werden.
Die entscheidende Frage lautet:
Welche Infrastruktur muss für die Veranstaltung erst temporär geschaffen werden?
Eine freie Wiese bietet viel Platz, aber häufig kaum vorhandene Infrastruktur.
Stromversorgung, Beleuchtung, Zufahrt, Untergrund, Wetter und Transportwege müssen besonders früh betrachtet werden.
Die reine Größe der Fläche sagt wenig darüber aus, wie gut sie als Veranstaltungsort geeignet ist.
Bei Regen kann sich die Nutzbarkeit einer Wiese erheblich verändern.
Beschallung im Freien funktioniert anders als in geschlossenen Räumen.
Je mehr temporäre Infrastruktur benötigt wird, desto wichtiger wird eine abgestimmte Gesamtplanung.
Warum eine Wiese keine fertige Eventlocation ist
Stromversorgung auf freien Flächen
Zufahrt und Anlieferung
Untergrund und Befahrbarkeit
Beschallung im Freien
Beleuchtung und Wege
Catering und weitere Gewerke
Wetterschutz
Auf- und Abbau
Typische Planungsfehler
Selbstabholung oder betreute Umsetzung?
In einer klassischen Veranstaltungsstätte sind viele Voraussetzungen bereits vorhanden.
Zum Beispiel:
Strom
Beleuchtung
Toiletten
Zugänge
befestigte Wege
Räume
wettergeschützte Bereiche
definierte Aufbauflächen
Auf einer Wiese kann nahezu alles davon fehlen.
Das bedeutet nicht, dass die Fläche ungeeignet ist.
Es bedeutet aber, dass die Veranstaltung stärker von Grund auf geplant werden muss.
Beispiel aus der Planung
120 Gäste auf einer privaten Wiese hinter einem Hof
Geplant sind:
Zelt
Catering
DJ
Tanzfläche
Beleuchtung
Sitzmöbel
Außenbereich
Die Wiese selbst bietet zunächst nur Fläche.
Strom, Wege, Wetterschutz, Licht und technische Versorgung müssen erst geschaffen oder von angrenzenden Gebäuden herangeführt werden.
Damit wird aus einer einfachen Fläche schnell ein umfangreicheres Infrastrukturprojekt.
Eine der ersten Fragen sollte lauten:
Welche Stromversorgung steht tatsächlich zur Verfügung?
Mögliche Situationen sind:
Strom aus einem angrenzenden Gebäude
vorhandener CEE-Anschluss
längere Zuleitung zur Veranstaltungsfläche
zusätzliche Stromverteilung
Stromerzeuger
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab:
wie weit die Fläche vom nächsten Anschluss entfernt ist
welche Verbraucher benötigt werden
welche Leistung vorhanden ist
wie Leitungswege geführt werden können
welche weiteren Gewerke Strom benötigen
Gerade auf freien Flächen sollte die Stromplanung deshalb nicht erst beim Aufbau erfolgen.
→ Weiterführender Fachartikel: Reicht der Hausstrom für eine Feier mit 100 Gästen?
Bei umfangreicheren Projekten erfassen wir relevante Verbraucher, vorhandene Anschlüsse und benötigte Versorgungsbereiche vorab.
Dafür nutzen wir je nach Veranstaltung eine eigene Strom- und Verbraucherabfrage.
So lassen sich Anforderungen von Veranstaltungstechnik, Catering, DJ und weiteren Beteiligten frühzeitig zusammenführen.
Diese vollständigen Unterlagen sind Bestandteil unserer Projektplanung und werden nicht als allgemeine Checkliste veröffentlicht.
Auf einer Wiese liegen einzelne Bereiche häufig weiter auseinander als in einem Gebäude.
Das betrifft zum Beispiel:
Stromverteilung
Lautsprecher
Beleuchtung
Catering
Sanitärbereiche
Parkplätze
Lagerflächen
Technikpositionen
Je größer die Entfernungen werden, desto länger werden auch Transport- und Leitungswege.
Deshalb ist es sinnvoll, die Fläche nicht nur als Ganzes zu betrachten, sondern frühzeitig in Funktionsbereiche zu gliedern.
Eine Wiese kann für Gäste leicht erreichbar sein und für Transportfahrzeuge trotzdem schwierig.
Wichtige Fragen sind:
Gibt es eine befestigte Zufahrt?
Wie breit ist diese?
Können Fahrzeuge bis zur Veranstaltungsfläche fahren?
Gibt es Engstellen?
Wo kann entladen werden?
Wo können Fahrzeuge anschließend stehen?
Müssen schwere Materialien über die Wiese transportiert werden?
Besonders wichtig:
Die Zufahrt sollte nicht nur für trockenes Wetter betrachtet werden.
Eine problemlos befahrbare Wiese kann nach starkem Regen ganz anders aussehen.
Der Untergrund gehört zur technischen Planung
Eine Wiese ist nicht automatisch eine ebene Fläche.
Typisch können sein:
Unebenheiten
Gefälle
weiche Stellen
Löcher
feuchte Bereiche
unterschiedliche Bodenfestigkeit
Das kann Einfluss haben auf:
Aufstellung von Technik
Mobiliar
Zelte
Transport
Kabelwege
Gästewege
Arbeitsflächen
Deshalb sollte die konkrete Veranstaltungsfläche vorher besichtigt oder zumindest ausreichend dokumentiert werden.
Regen kann die Veranstaltung auf einer Wiese wesentlich stärker beeinflussen als in einer befestigten Location.
Neben der eigentlichen Veranstaltungsfläche können betroffen sein:
Zufahrt
Parkmöglichkeiten
Transportwege
Standflächen
Kabelwege
Aufbau
Abbau
Eine trockene Wiese am Morgen kann am Abend eine völlig andere Oberfläche haben.
Deshalb gehört die Frage
„Was passiert, wenn der Boden nass wird?“
bereits in die Planungsphase.
→ Weiterführender Fachartikel: Outdoor feiern – was passiert bei Regen, Wind oder großer Hitze?
In einem geschlossenen Raum wirken Wände, Decke und Raumgeometrie auf die Schallausbreitung.
Auf einer freien Fläche fehlen diese Begrenzungen.
Dadurch entstehen andere Anforderungen.
Relevant sind beispielsweise:
Größe der zu beschallenden Fläche
Position der Gäste
gewünschte Lautstärke
Sprache oder Musik
Tanzfläche
Entfernung einzelner Bereiche
Nachbarschaft und Umgebung
Eine einzelne sehr laute Anlage ist nicht automatisch die beste Lösung.
Je nach Fläche kann eine gezieltere oder verteilte Beschallung sinnvoller sein.
Gerade bei großen freien Flächen entsteht schnell die Annahme:
„Wir müssen überall Musik hören können.“
Das ist häufig weder notwendig noch sinnvoll.
Besser ist es, vorher festzulegen:
Wo befinden sich die Gäste hauptsächlich?
Wo ist der Essbereich?
Wo ist die Tanzfläche?
Gibt es ruhige Zonen?
Wo sollen Reden stattfinden?
Dadurch lässt sich Beschallung auf die tatsächlich benötigten Bereiche konzentrieren.
Auf einer freien Fläche fehlt häufig jede vorhandene Grundbeleuchtung.
Nach Einbruch der Dunkelheit müssen deshalb verschiedene Bereiche separat betrachtet werden.
Zum Beispiel:
Veranstaltungsbereich
Zelt
Wege
Toiletten
Parkplatz
Catering
Zugänge
Technik
Arbeitsflächen
Dabei sollte zwischen atmosphärischer und funktionaler Beleuchtung unterschieden werden.
Ein schön beleuchtetes Zelt bedeutet nicht automatisch, dass der Weg zum Parkplatz ausreichend nutzbar ist.
Liegt der Parkplatz beispielsweise 80 Meter entfernt, entsteht ein anderer Aufwand als bei einer befestigten Location mit beleuchtetem Eingang.
Das gilt ebenso für:
Sanitärbereiche
Catering
Lagerflächen
Nebenzugänge
Deshalb sollte die gesamte tatsächlich genutzte Fläche betrachtet werden – nicht nur der Bereich, in dem gefeiert wird.
Auch ein Cateringdienst benötigt Infrastruktur.
Je nach Konzept können erforderlich sein:
Strom
Wasser
Beleuchtung
Kühlung
Arbeitsfläche
Lagerfläche
befestigter Untergrund
Zufahrt
Ein Cateringbereich sollte deshalb nicht erst dann festgelegt werden, wenn das Zelt und sämtliche anderen Bereiche bereits aufgebaut sind.
Auf einer Wiese entsteht häufig mehr technischer Platzbedarf als erwartet.
Denn neben dem eigentlichen Gästebereich benötigen möglicherweise auch diese Bereiche Fläche:
Catering
Technik
Lager
Transport
Generator oder Stromverteilung
Zelttechnik
Müll
Service
Fahrzeuge
Ein großzügiges Gelände kann dadurch trotzdem schnell strukturiert werden müssen.
Bei Veranstaltungen auf freien Flächen betrachten wir abhängig vom Umfang nicht nur die eigentliche Veranstaltungsfläche.
Je nach Projekt erfassen wir auch:
Zufahrt
Aufbauflächen
Versorgungsbereiche
Strom
Kabelwege
Catering
Technikpositionen
Wetterschutz
Logistik
Dafür können eigene Location-, Outdoor- und Logistikabfragen eingesetzt werden.
Diese detaillierten Unterlagen stehen unseren Kunden im Rahmen der gemeinsamen Projektplanung zur Verfügung.
Bei größeren Wiesenveranstaltungen kann bereits eine einfache Skizze sehr hilfreich sein.
Darauf lassen sich beispielsweise markieren:
Zelt
Bühne oder Tanzfläche
Catering
Stromanschluss
Technik
Toiletten
Parkflächen
Zufahrt
Wege
Dadurch werden Entfernungen und mögliche Konflikte deutlich früher sichtbar.
Bei umfangreicheren Projekten kann daraus eine detailliertere technische Planung entstehen.
Aufbauzeiten sollten großzügiger betrachtet werden als bei einer perfekt zugänglichen Halle.
Denn zusätzliche Zeit kann entstehen durch:
lange Wege
unbefestigten Untergrund
schwierige Zufahrt
Materialtransport
parallelen Aufbau anderer Gewerke
Wetter
fehlende Beleuchtung bei späterem Aufbau
Auch die Reihenfolge kann relevant werden.
Beispielsweise sollte schweres Material möglichst transportiert werden können, bevor andere Aufbauten Wege blockieren.
Bei einer Veranstaltung, die nachts endet, findet der Abbau möglicherweise unter völlig anderen Bedingungen statt als der Aufbau.
Es ist dunkel.
Der Untergrund kann feucht sein.
Gäste verlassen gleichzeitig die Fläche.
Fahrzeuge müssen wieder auf das Gelände.
Deshalb sollte auch der Abbau bereits vorher berücksichtigt werden.
Geplant ist eine Feier mit 150 Gästen.
Benötigt werden:
Gästebereich
Zelt, Mobiliar und Beleuchtung.
Tanzfläche
DJ, Ton und Licht.
Catering
Kühlung, Arbeitsfläche und Strom.
Außenbereich
Wegebeleuchtung und Aufenthaltsfläche.
Technik
Stromverteilung und Leitungswege.
Logistik
Anlieferung, Lagerung und spätere Abholung.
Die Wiese selbst bleibt dabei unverändert.
Die benötigte temporäre Infrastruktur macht sie jedoch erst zur nutzbaren Veranstaltungsfläche.
Viel Platz löst keine Fragen zu Strom, Zufahrt oder Untergrund.
Parkplatz, Toiletten, Catering und Wege gehören ebenfalls zur Veranstaltung.
Stromversorgung sollte vorab geplant und fachlich passend umgesetzt werden.
Regen kann eine Wiese erheblich verändern.
Auch Wege und Funktionsbereiche können Beleuchtung benötigen.
Eine gezielte Nutzung einzelner Zonen ist häufig sinnvoller.
Nach Veranstaltungsende können Licht, Untergrund und Zufahrt völlig andere Bedingungen bieten.
Eine Selbstabholung kann sinnvoll sein, wenn:
die Veranstaltungsfläche überschaubar ist
ein geeigneter Stromanschluss in unmittelbarer Nähe vorhanden ist
nur wenige technische Geräte benötigt werden
Wetterschutz vorhanden ist
Aufbau und Bedienung selbst übernommen werden
→ Veranstaltungstechnik im Mietkatalog anfragen
Eine betreute Umsetzung wird besonders interessant, wenn:
Strom erst zur Veranstaltungsfläche geführt oder erzeugt werden muss
längere Leitungswege entstehen
mehrere Veranstaltungsbereiche vorhanden sind
umfangreiche Beleuchtung erforderlich ist
größere Mengen Material aufgebaut werden
mehrere Dienstleister koordiniert werden
Outdoor- und Wetterszenarien berücksichtigt werden müssen
Auf- und Abbau übernommen werden sollen
Dann wird aus der Materialmiete eine technische Infrastrukturplanung.
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Wenn Stromversorgung, Beleuchtung, Beschallung, Logistik und Outdoor-Infrastruktur erst für die Veranstaltung geschaffen werden müssen, unterstützen wir Sie bei der technischen Planung und Umsetzung.
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