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Feier auf dem eigenen Grundstück: Was muss für 50, 100 oder 150 Gäste geplant werden?

Beispiel 3
Eine größere Feier im eigenen Garten, auf einem Hof oder einem anderen privaten Grundstück bietet viele Möglichkeiten. Gleichzeitig fehlt dort häufig genau die Infrastruktur, die in einer klassischen Eventlocation bereits vorhanden ist.
Bei 50, 100 oder 150 Gästen geht es deshalb nicht nur darum, wie viele Lautsprecher, Tische oder Leuchten benötigt werden. Stromversorgung, Beleuchtung, Wege, Catering, Beschallung, Wetterschutz, Anlieferung und unterschiedliche Veranstaltungsbereiche müssen miteinander funktionieren.
Die Gästezahl ist dabei nur ein Teil der Planung. Entscheidend ist, was während der Veranstaltung wo stattfinden soll und welche Infrastruktur dafür bereits vorhanden ist.
 

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gästezahl allein bestimmt nicht, welche Veranstaltungstechnik benötigt wird.
  • Ein privates Grundstück bietet meist deutlich weniger vorhandene Infrastruktur als eine professionelle Eventlocation.
  • Besonders wichtig sind Stromversorgung, Beleuchtung, Beschallung, Catering, Zufahrt, Wetter und die Nutzung verschiedener Veranstaltungsbereiche.
  • Je mehr Bereiche und Dienstleister zusammenkommen, desto wichtiger wird eine gemeinsame technische Planung.
  • Bei überschaubarem Bedarf kann Selbstabholung sinnvoll sein. Bei umfangreicheren Veranstaltungen sollte die Technik als Teil des gesamten Projekts betrachtet werden.

In diesem Artikel

  • Warum die Gästezahl allein nicht entscheidet
  • Was sich bei 50, 100 oder 150 Gästen verändert
  • Stromversorgung auf privaten Grundstücken
  • Beschallung verschiedener Veranstaltungsbereiche
  • Beleuchtung von Garten, Zelt und Wegen
  • Catering und weitere Dienstleister
  • Aufbau, Anlieferung und Logistik
  • Wetter und Outdoor-Planung
  • Häufige Planungsfehler
  • Selbstabholung oder betreutes Projekt?

Warum die Gästezahl allein nicht entscheidet

Die Frage „Welche Technik brauche ich für 100 Gäste?“ lässt sich nicht allein anhand der Personenzahl beantworten.
100 Gäste in einem vorhandenen Veranstaltungsraum mit ausreichender Stromversorgung, Beleuchtung und guter Infrastruktur stellen andere Anforderungen als dieselbe Gästezahl auf einer Wiese oder einem privaten Grundstück.
Wichtiger als die reine Gästezahl sind deshalb unter anderem:
  • Größe und Aufteilung des Grundstücks
  • Innen- und Außenbereiche
  • Entfernung zwischen einzelnen Veranstaltungsbereichen
  • geplanter Ablauf
  • DJ, Band oder andere Programmpunkte
  • Reden und Moderation
  • vorhandene Stromversorgung
  • Catering und zusätzliche elektrische Verbraucher
  • vorhandene Beleuchtung
  • Zufahrts- und Transportwege
  • Wetter und Ausweichmöglichkeiten
Erst aus dem Zusammenspiel dieser Faktoren ergibt sich, welche technische Ausstattung tatsächlich sinnvoll ist.

Was verändert sich bei 50, 100 oder 150 Gästen?

Die Gästezahl hat durchaus Einfluss auf die Planung. Sie sollte aber immer zusammen mit Veranstaltungsfläche und Ablauf betrachtet werden.

 

Feier mit etwa 50 Gästen

Bei ungefähr 50 Personen kann eine Veranstaltung technisch noch relativ überschaubar bleiben.
Findet die Feier beispielsweise überwiegend in einem vorhandenen Raum statt und werden lediglich Lautsprecher, ein Mikrofon oder etwas Beleuchtung benötigt, kann eine Selbstabholung der Technik vollkommen ausreichend sein.
Anders sieht es aus, wenn dieselben 50 Gäste mehrere Bereiche nutzen.

 

Beispiel aus der Praxis
Empfang im Garten – Essen im Zelt – Tanzfläche in einer Garage oder Scheune
Obwohl nur 50 Personen teilnehmen, entstehen plötzlich drei unterschiedliche Veranstaltungsbereiche.
Für den Empfang wird eventuell Hintergrundmusik benötigt. Im Zelt sollen Reden verständlich sein. Auf der Tanzfläche soll später deutlich kräftiger beschallt werden.
Zusätzlich müssen Wege zwischen diesen Bereichen nach Einbruch der Dunkelheit nutzbar bleiben.
Die technische Aufgabe wird dadurch erheblich umfangreicher, obwohl sich die Gästezahl nicht verändert hat.

 

Feier mit etwa 100 Gästen

Bei rund 100 Gästen entsteht häufig bereits eine kleine Veranstaltung mit mehreren Funktionsbereichen.
Typisch sind beispielsweise:
  • Empfang
  • Sitz- oder Essbereich
  • Reden und Programmpunkte
  • Tanzfläche
  • Außenbereich
  • Catering
  • Sanitär- und Zugangswege
Damit steigt nicht automatisch der Bedarf an möglichst großer Technik.
Es steigt aber die Zahl der Bereiche, die geplant und aufeinander abgestimmt werden müssen.

 

Feier mit etwa 150 Gästen

Bei größeren privaten Veranstaltungen sollte die vorhandene Infrastruktur besonders genau betrachtet werden.
Interessant sind unter anderem:
  • ausreichend nutzbare Veranstaltungsfläche
  • Stromanschlüsse und elektrische Verbraucher
  • Zufahrt für Transportfahrzeuge
  • Entlade- und Lagerflächen
  • Aufstellflächen für Catering und Technik
  • Wege zwischen einzelnen Bereichen
  • ausreichende Beleuchtung
  • Wetterschutz
  • Zeitfenster für Auf- und Abbau
Bei dieser Größenordnung wird die technische Planung deshalb häufig weniger zu einer Frage einzelner Mietgeräte und stärker zu einer Frage des gesamten Veranstaltungskonzepts.

Reicht die vorhandene Stromversorgung?

Auf privaten Grundstücken wird häufig zunächst geschaut, wie viele Steckdosen vorhanden sind.
Das beantwortet die eigentliche Frage jedoch nicht.
Entscheidend ist, welche Verbraucher betrieben werden sollen und wie die vorhandenen Stromkreise aufgebaut sind.
Während einer größeren Feier können beispielsweise gleichzeitig betrieben werden:
  • Tonanlage
  • DJ-Technik
  • Beleuchtung
  • Kühlgeräte
  • Kaffeemaschinen
  • Cateringgeräte
  • Geräte im Außenbereich
  • weitere technische Verbraucher
Besonders dann, wenn Catering und Veranstaltungstechnik unabhängig voneinander geplant werden, können mehrere leistungsintensive Verbraucher dieselbe vorhandene Infrastruktur beanspruchen.
Deshalb sollte die Stromversorgung möglichst früh betrachtet werden.

So arbeiten wir bei betreuten Projekten

Bei entsprechend umfangreichen Veranstaltungen erfassen wir die relevanten Verbraucher und vorhandenen Anschlüsse bereits während der Projektplanung.
Dafür nutzen wir je nach Veranstaltung eigene Strom- und Verbraucherabfragen.
So können Anforderungen aus Veranstaltungstechnik, Catering und weiteren Gewerken frühzeitig zusammengeführt werden.
Diese detaillierten Arbeitsunterlagen stellen wir nicht allgemein als Download zur Verfügung. Sie sind Bestandteil unserer Projektarbeit und stehen unseren Kunden im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsplanung zur Verfügung.
→ Weiterführender Fachartikel: Reicht der Hausstrom für eine Feier mit 100 Gästen?

Beleuchtung ist mehr als Dekoration

Bei privaten Feiern wird Beleuchtung häufig zuerst als Gestaltungselement betrachtet.
Natürlich trägt Licht wesentlich zur Atmosphäre einer Veranstaltung bei.
Daneben gibt es jedoch funktionale Bereiche, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten.
Dazu können beispielsweise gehören:
  • Zugänge
  • Wege zwischen Haus und Garten
  • Übergänge zum Zelt
  • Cateringbereiche
  • Sanitärwege
  • Treppen und Höhenunterschiede
  • Arbeitsbereiche
  • Veranstaltungsflächen
Eine schön beleuchtete Tanzfläche ersetzt deshalb nicht automatisch die Beleuchtung des restlichen Grundstücks.
Gerade bei Veranstaltungen, die am Nachmittag beginnen und bis spät in die Nacht dauern, sollte frühzeitig bedacht werden, welche Bereiche nach Einbruch der Dunkelheit weiterhin genutzt werden.

 

Catering und Veranstaltungstechnik greifen auf dieselbe Infrastruktur zurück

Catering und Veranstaltungstechnik werden häufig getrennt organisiert.
Auf dem Veranstaltungsgrundstück treffen die Anforderungen jedoch wieder zusammen.
Das betrifft insbesondere:
  • Stromversorgung
  • Aufstellflächen
  • Kühlung
  • Arbeitsbereiche
  • Transportwege
  • Kabelwege
  • Anlieferung
  • Aufbauzeiten
Eine Kaffeemaschine, ein leistungsfähiges Cateringgerät oder zusätzliche Kühltechnik kann für die vorhandene Stromversorgung relevanter sein als ein Teil der Veranstaltungstechnik.
Deshalb sollte möglichst früh geklärt werden, welcher Dienstleister welche Voraussetzungen benötigt.

So arbeiten wir bei betreuten Projekten

Bei größeren Veranstaltungen betrachten wir nicht nur unsere eigene Technik.
Je nach Projekt erfassen wir auch relevante Schnittstellen zwischen:
  • Veranstaltungstechnik
  • Catering
  • DJ oder Band
  • Veranstaltungsort
  • weiteren beteiligten Dienstleistern
Dafür können beispielsweise eigene Gewerke- und Schnittstellenabfragen eingesetzt werden.
Ziel ist, mögliche Überschneidungen und fehlende Voraussetzungen bereits während der Planung zu erkennen – und nicht erst beim Aufbau.

g.

Aufbau und Anlieferung beginnen bereits an der Grundstücksgrenze

Technik, Mobiliar und weiteres Material müssen nicht nur zum Veranstaltungsort geliefert werden.
Sie müssen anschließend auch zu ihrem tatsächlichen Einsatzort gelangen.
Deshalb spielen beispielsweise folgende Fragen eine Rolle:
  • Kann ein Transportfahrzeug bis zum Grundstück fahren?
  • Wie breit ist die Einfahrt?
  • Gibt es Tore oder niedrige Durchfahrten?
  • Kann direkt am Aufbauort entladen werden?
  • Müssen Treppen überwunden werden?
  • Muss Material über längere Wege getragen werden?
  • Kann eine Wiese befahren werden?
  • Wo können Fahrzeuge während des Aufbaus stehen?
  • Wann treffen andere Dienstleister ein?
Gerade wenn Zeltbau, Catering, Dekoration und Veranstaltungstechnik gleichzeitig aufbauen möchten, können Zufahrt und vorhandene Flächen schnell zum Engpass werden.

 

Beispiel aus der Praxis
Die Veranstaltungsfläche liegt hinter dem Wohnhaus
Ein Transportfahrzeug kann nur bis zur Straße fahren.
Das Material muss anschließend durch eine schmale Einfahrt und über das Grundstück transportiert werden.
Was auf einem Lageplan nach wenigen Metern aussieht, kann dadurch den Aufbau erheblich verändern.
Deshalb ist die Logistik nicht erst am Veranstaltungstag relevant, sondern bereits bei der technischen Planung.

Outdoor-Veranstaltungen brauchen einen Plan für anderes Wetter

Bei einer Feier im Garten oder auf einer freien Fläche sollte nicht nur die erwartete Wetterlage berücksichtigt werden.
Mindestens ebenso wichtig ist die Frage:
Was passiert, wenn das Wetter anders wird als geplant?
Regen kann Auswirkungen haben auf:
  • elektrische Geräte
  • Kabelwege
  • Untergrund
  • Zufahrten
  • Aufenthaltsbereiche
  • Aufbau und Abbau
Auch Wind und starke Hitze können die geplante Nutzung einzelner Bereiche beeinflussen.
 
Deshalb sollte möglichst früh klar sein:
  • Welche Bereiche sind geschützt?
  • Welche Technik befindet sich im Freien?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Welche Bereiche können bei schlechtem Wetter nicht genutzt werden?
  • Welche Änderungen ergeben sich dadurch für den Veranstaltungsablauf?
 
 

So arbeiten wir bei betreuten Projekten

Bei Outdoor-Projekten beziehen wir abhängig vom Umfang der Veranstaltung auch Wetter- und Ausweichszenarien in die Planung ein.
Dafür können beispielsweise Outdoor- und Schlechtwetterabfragen eingesetzt werden.
Auch diese Unterlagen sind Teil der jeweiligen Projektarbeit und nicht als allgemeine Download-Checkliste vorgesehen.
→ Weiterführender Fachartikel: Outdoor feiern – was passiert bei Regen, Wind oder großer Hitze?

Häufige Fehler bei Feiern auf privaten Grundstücken

Nur nach der Gästezahl planen
100 Gäste sagen noch wenig darüber aus, wie aufwendig eine Veranstaltung technisch wird.
Eine kompakte Veranstaltung in einem vorhandenen Gebäude kann einfacher sein als eine deutlich kleinere Feier mit mehreren Außenbereichen.

 

Vorhandene Steckdosen mit ausreichender Stromversorgung gleichsetzen
Viele Steckdosen bedeuten nicht automatisch, dass mehrere leistungsintensive Verbraucher gleichzeitig betrieben werden können.
Deshalb sollten die tatsächlich benötigten Verbraucher betrachtet werden.
 
Davon ausgehen, dass der DJ die gesamte Veranstaltung beschallt
Die Technik eines DJs ist häufig in erster Linie für die Tanzfläche vorgesehen.
Empfang, Reden, Essen oder weiter entfernte Außenbereiche können zusätzliche Anforderungen haben.
 
Außenbeleuchtung erst am Veranstaltungstag bedenken
Tagsüber wirken Wege und Übergänge problemlos.
Nach Einbruch der Dunkelheit kann sich die Situation vollkommen verändern.
 
Anlieferung und Aufbau unterschätzen
Eine Veranstaltungstechnik kann technisch perfekt geplant sein und trotzdem Probleme verursachen, wenn Material nicht sinnvoll zum Aufbauort transportiert werden kann.
 
Die Dienstleister unabhängig voneinander planen
Catering, DJ, Veranstaltungstechnik und weitere Gewerke greifen häufig auf dieselbe Infrastruktur zurück.
Je früher diese Anforderungen zusammengeführt werden, desto besser lässt sich der Veranstaltungstag vorbereiten.
 

Selbst abholen oder gemeinsam planen?

Nicht jede private Feier benötigt einen vollständigen technischen Full-Service.
Technik zur Selbstabholung
Eine Selbstabholung kann sinnvoll sein, wenn:
  • nur einzelne Geräte benötigt werden
  • die technische Ausstattung überschaubar bleibt
  • Aufbau und Bedienung selbst übernommen werden können
  • die vorhandene Infrastruktur bekannt ist
  • nur ein Veranstaltungsbereich versorgt werden muss
  • keine umfangreiche Abstimmung mit anderen Dienstleistern erforderlich ist
Lautsprecher, Mikrofone, Beleuchtung, Displays und viele weitere Artikel können direkt über unseren Mietkatalog angefragt und selbst abgeholt werden.
→ Veranstaltungstechnik im Mietkatalog anfragen
 
Veranstaltung gemeinsam planen
Eine betreute technische Umsetzung kann sinnvoll sein, wenn:
  • mehrere Veranstaltungsbereiche genutzt werden
  • umfangreichere Technik und Infrastruktur erforderlich sind
  • mehrere Dienstleister beteiligt sind
  • Stromversorgung und Verbraucher abgestimmt werden müssen
  • Outdoor-Bereiche technisch eingebunden werden
  • Auf- und Abbau übernommen werden sollen
  • während der Veranstaltung technische Betreuung benötigt wird
Dann betrachten wir nicht nur einzelne Mietartikel, sondern die Veranstaltung als zusammenhängendes Projekt.
→ Private Veranstaltung gemeinsam mit uns planen

Unser Ansatz: erst die Veranstaltung verstehen, dann Technik auswählen

Eine sinnvolle technische Planung beginnt für uns nicht mit einer möglichst langen Materialliste.
 
Zunächst sollte klar sein:
Was soll wann, wo und mit welchen Beteiligten stattfinden?
 
Erst danach lässt sich beurteilen, welche Veranstaltungstechnik und Infrastruktur tatsächlich benötigt werden.
Bei betreuten Projekten arbeiten wir deshalb – abhängig von Art und Umfang der Veranstaltung – mit eigenen Planungsunterlagen und technischen Abfragen.
Dazu können beispielsweise gehören:
  • Location- und Grundstücksabfragen
  • Strom- und Verbraucherabfragen
  • DJ- und Band-Abstimmungen
  • Catering- und Gewerkeabstimmungen
  • Aufbau- und Logistikplanung
  • Ablauf- und Programmpunktabfragen
  • Outdoor- und Schlechtwetterplanung
Diese detaillierten Arbeitsunterlagen veröffentlichen wir nicht als allgemeine Checklisten.
Sie sind Bestandteil unserer Projektarbeit und stehen unseren Kunden im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsplanung zur Verfügung.

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Ob Garten, Hof, Zelt oder außergewöhnlicher Veranstaltungsort: Wenn Veranstaltungstechnik, Infrastruktur, Aufbau und verschiedene Dienstleister zusammenspielen müssen, unterstützen wir Sie bei der technischen Planung und Umsetzung.
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Sie benötigen lediglich einzelne Mietartikel und möchten Aufbau und Bedienung selbst übernehmen?
→ Veranstaltungstechnik im Mietkatalog anfragen